CBD im Straßenverkehr: Autofahren, Führerschein und der Drogentest

CBD im Straßenverkehr: In diesem Artikel erfährst du alles, was du zum Thema Auto fahren und CBD wissen musst: Ob du nach dem Konsum von CBD Produkten noch Auto fahren darfst, ob dein Führerschein in Gefahr ist und ob im Falle einer Polizeikontrolle ein Drogentest positiv wäre.

 

ÜBERSICHT

  1. Darf ich nach der Einnahme von CBD am Straßenverkehr teilnehmen?
  2. WHO bestätig: CBD macht nicht süchtig und ist auch nicht gesundheitsschädigend!
  3. Der Unterschied erklärt: CBD und THC
  4. Wie viel CBD darf ich besitzen?
  5. Schränkt CBD meine Fahreignung ein?
  6. Ist meine Fahrerlaubnis gefährdet, wenn ich CBD Produkte nehme?
  7. Wie verhalte ich mich bei einer Polizeikontrolle?
  8. Ist CBD im Drogentest sichtbar und kann ich Probleme bekommen?
  9. Wie lange bleibt CBD im Körper?
  10. Fazit und Beispielrechnung

 

Darf ich nach der Einnahme von CBD am Straßenverkehr teilnehmen?

Ja, darfst du - der Konsum von CBD ist weder illegal, noch fällt Cannabidiol unter das Betäubungsmittelgesetz. In der Regel sollte der Konsum von CBD keinen positiven Urintest zur Folge haben und auch deine Fahrtauglichkeit nicht einschränken. Um deinen Führerschein musst du dich also nicht sorgen.

Trotzdem solltest du dich ein Wenig auskennen um somit das Risiko besser selbst einschätzen können. Letztlich kommt es auf das Produkt und die individuelle Situation an. 
Folgende Punkte solltest du auf jeden Fall im Hinterkopf behalten:

  • Naturbelassene Vollspektrum Produkte können Spuren von THC enthalten. In Deutschland sind Hanfprodukte bis zu einem THC-Wert von weniger als 0,2% (gemessen an der Gesamtmasse) legal und auch absolut unbedenklich. Um dein Risiko so gering wie möglich zu halten, garantieren wir in all unseren Produkten einen THC Gehalt von unter 0,2%.
    Hier kannst du die Analysezertifikate aller Produkte einsehen: CLICK

  • Trotz sorgfältiger Laboruntersuchungen jeder Charge und einem garantierten legalen THC Wert ist ein positiver Drogenschnelltest bei entsprechender Menge theoretisch denkbar und grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Eher gefährdet bist du bei CBD Blüten.

  • Wenn CBD Produkte für dich noch neu sind, raten wir dringend, dir die Zeit zu nehmen und dich mit der Wirkung des CBD aus der Hanfpflanze vertraut zu machen. CBD kann ein leichtes Müdigkeitsgefühl bzw ein Gefühl der körperlichen Entspannung hervorrufen. Besonders im Straßenverkehr bitten wir im allgemeinen Interesse um gesunden Menschenverstand. Du würdest dir bei einer langen Autofahrt auch mal die Beine vertreten, um Müdigkeit vorzubeugen.

  • Achte auf die Seriösität der Händler. Studiere beispielsweise deren Laboranalysen. Zu hohe oder falsche THC Gehalte gefährden deine Fahrerlaubnis!

 

WHO bestätigt: CBD macht nicht süchtig und ist auch nicht gesundheitsschädigend!

CBD ist ein legales Cannabinoid aus der Hanfpflanze, welches im Gegensatz zu THC keine Wahrnehmungs- oder Bewusstseinsverändernden Wirkungen hat. 
Die WHO hat ebenso bestätigt: Weder birgt Cannabidiol Suchtpotential, noch ist es schädlich für den menschlichen Organismus.
Das Statement der WHO kannst du HIER nachlesen.

Dass der Gegenwind zum Teil auch aus der Pharma Lobby weht, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Weder können Pflanzen- oder Pflanzenteile patentiert werden, noch daraus gewonnene Extrakte oder einzelne natürlich vorkommende Bestandteile. Man kann Hanf also nicht monopolisieren.

Es erscheint dann nur logisch, dass Konkurrenzprodukte aus der Natur, die jeder zuhause im Garten selbst anpflanzen könnte mit aller Gewalt und Propaganda verteufelt werden.

 

Der Unterschied erklärt: CBD und THC

Im Vergleich zum noch viel umstritteneren, verschreibungspflichtigen Cannabinoid THC (Tetrahydrocannabinol), fällt CBD in den meisen Ländern Europas nicht unter das BtmG (Betäubungsmittelgesetz) und wirkt ebenfalls nicht psychoaktiv.

Beide Cannabinoide sind natürliche Bestandteile der Hanfpflanze und besitzen ähnliche heilende Eigenschaften, wie der exponentielle Anstieg an Cannabis Verschreibungen und das immense Interesse an medizinischen Cannabis- und Hanfprodukten vermuten lassen.

 

Wie viel CBD darf ich besitzen?

CBD fällt wie bereits erwähnt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Dementsprechend gibt es keine Maximalmenge für CBD Produkte. Du darfst so viel davon besitzen, wie du möchtest. Beachte aber, dass CBD Blüten mit ihrem geringen THC-Gehalt und der Verwechselbarkeit mit verschreibungspflichtigem THC Cannabis leicht zu Problemen führen können.

Durch eine maximale Abgabe von 20 Gramm CBD Blüten pro Person stellen wir sicher, dass ein unerlaubter Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist. Damit greift die Ausnahme aus dem BtmG durch Anlage 1 für Nutzhanfprodukte mit einem THC Gehalt von <0,2% und auch Blüten können trotzdem legal verkauft werden.

Traurigerweise ist trotzdem zu erwähnen, dass es sich empfiehlt, sich nicht mit CBD Blüten erwischen zu lassen, da das Konfliktpotential mit der Polizei und den Behörden noch relativ hoch ist.

 

Schränkt CBD meine Fahreignung ein?

Deine Fahreignung bleibt beim Konsum von CBD erhalten. Rechtlich brauchst du dir keine Sorgen machen. Nach dem Konsum von CBD kann sich trotzdem ein Müdigkeitsgefühl bzw ein Gefühl der Entspannung (nicht Enthemmung!) einstellen.
Wir bitten dich daran zu denken, bei längeren Autofahrten auch mal eine Pause einzulegen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
So wie du es in der Fahrschule gelernt hast, erinnerst du dich noch ?

 

Ist meine Fahrerlaubnis gefährdet, wenn ich CBD Produkte nehme?


Es ist nicht ganz leicht, eine allgemein gültige Aussage zu treffen, ob deine Fahrerlaubnis beim Konsum von CBD Produkten in Gefahr ist. Vielmehr kommt es auf den individuellen Fall an und auf das jeweilige Produkt.
Geht es im konkreten Fall um Vollspektrum CBD Öl und du hältst dich an die Dosierungsempfehlung, kannst du sicher sein, dass ein Schnelltest negativ verlaufen wird. Alleine schon deshalb, weil die aufgenommene THC-Menge so gering ist, dass es nahezu auszuschließen ist.

Kritischer ist es bei CBD Blüten, da davon erfahrungsgemäß mehr konsumiert werden und auch der Resorptionsfaktor (Aufnahmefaktor der Substanz ins Blut) bei Inhalation mehr als dreimal so hoch ist, wie bei oraler Aufnahme.

 

Wie verhalte ich mich bei einer Polizeikontrolle?

In der Praxis hat es sich am stressfreiesten herausgestellt, sich grundsätzlich zwar kooperativ zu zeigen, jedoch das Thema Cannabis, CBD oder Hanf überhaupt garnicht erst aktiv anzusprechen. Sofern man nichts dabei hat, sollte man auch jeglichen Fragen nach Kontakt oder Konsum von Betäubungsmitteln in der Vergangenheit deutlich verneinen.

Wenn man doch etwas dabei hat, besteht natürlich das Risiko, dass es gefunden und dann dementsprechend genauer hingeschaut wird. Um sich unnötigen Ärger und vielleicht eine Blutentnahme zu ersparen, empfehlen wir bis zu einer eindeutigen und höchstrichterlich bestätigten Rechtslage, möglichst keine CBD Produkte mitzuführen. Besonders keine CBD Blüten oder NUR in ungeöffneter Originalverpackung, um Verwechslungen zu vermeiden.

 

a pig in his natural habitat

 

Viele Beamte sind leider nicht ausreichend informiert und denken bei Hanf automatisch an Drogen und dann natürlich an einen Drogentest.

 

Ist CBD im Drogentest sichtbar und kann ich Probleme bekommen?


Zuerst einmal muss man wissen, dass bei einem Drogentest immer nur spezielle Substanzen getestet werden. Im Urintest oder Bluttest der Polizei wird ausschließlich nach THC und deren Abbauprodukten oder anderen Substanzen gesucht, nicht jedoch nach CBD.

Als reiner CBD Konsument musst du dir also absolut keine Gedanken machen. Konsumierst du Vollspektrum Produkte in größerer Menge, wie das zum Beispiel bei Blüten eher der Fall sein kann, ist es in der Theorie möglich, dass der Urintest erst einmal positiv ausfällt.

Selbst dann ist es aber im Falle einer anschließenden Blutentnahme sehr unwahrscheinlich, dass der THC-Wert über dem für den Straßenverkehr relevanten Grenzwert von 1ng pro Blutmilliliter liegt.

 

Wie lange bleibt CBD im Körper?

Typischerweise bleibt CBD ca 1-4 Tage im Körper nachweisbar. So genau kann man das aber nicht nicht verallgemeinern. Im Einzelfall hängt es nämlich von einer Reihe von Faktoren ab, die darauf maßgeblich einfluss haben:

  • Wie oft nimmst du CBD?

    CBD kann sich, genau wie andere Cannabinoide bzw deren Abbauprodukte, bei regelmäßigem Konsum im Fettgewebe ablagern. Das kann rein theoretisch zu einer Nachweisbarkeit noch nach mehreren Wochen bis sogar Monaten führen.


  • Wie viel CBD nimmst du täglich?

    Maßgeblich ist logischerweise, wie viel CBD du konsumiert hast. Dein Körper verarbeitet diese Stoffe und muss sie „wieder loswerden“. Je mehr du konsumiert hast, desto länger braucht dein Stoffwechsel, diese Substanzen zu metabolisieren.


  • Wie viel Fettgewebe hat dein Körper?

    Wie oben bereits erwähnt ist bei regelmäßigem Konsum damit zu rechnen, dass sich die Cannabinoide im Fettgewebe ablagern und somit zu einer längeren Nachweisbarkeit führen. Mehr Fettgewebe – mehr Cannabinoidablagerungen.

  • Wie nimmst du CBD zu dir ?
    Inhalierst du CBD oder nimmst du es oral auf ? Beide Möglichkeiten haben einen Komplett unterschiedlichen Resorptionsfaktor.

    Bei Inhalation werden etwa 20% der im Stoff enthaltenen Cannabinoide in den Blutkreislauf gelangen. Bei oraler Aufnahme sind es im Schnitt gerade einmal 6%.


  • Machst du Sport?

    Menschen, die viel Sport treiben, haben in der Regel einen schnelleren, aktiveren Stoffwechsel. Substanzen können daher schneller abgebaut werden.
  • Dein Körper

    Jeder Mensch ist einfach ein wenig anders. Der eine hat einen schnelleren Stoffwechsel, der andere einen langsameren. Man kann hier immer nur von Mittelwerten und Durchschnitten sprechen.


 

Fazit: Es kommt also letztenendes hauptsächlich auf das Produkt an. Bei gewissen Produkten solltest du aufpassen, andere sind komplett risikofrei.

Geht es um Vollspektrum CBD Öl ist das Risiko ziemlich moderat. Solange du dich an die empfohlene Tagesmenge hältst, sollten keine Probleme entstehen. Du nimmst damit fast kein THC auf.


Reine Isolat Produkte (0,0% THC) sind vollkommen unproblematisch, da das THC restlos entfernt wurde. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte Isolat Produkte wählen.


Anders hingegen sieht es bei CBD Blüten aus, dort wäre es sogar empfehlenswert, sicherheitshalber einen eigenen Schnelltest vor Antritt jeder Autofahrt zu machen, wenn man absolut sicher gehen möchte. Eine Rauschwirkung ist bei CBD Blüten trotzdem nicht zu erwarten.

 

Rechenbeispiel 1 mit CBD Öl:

10 ml (also ein ganzes Fläschchen) CBD Öl mit weniger als 0,2% THC enthalten weniger als 2mg THC.
10g * 0,002 = 0,02g

10 Milliliter Vollspektrum CBD Öl enthalten also im schlechtesten Fall 2 Milligramm reines THC. Bei Oraler Aufnahme, bei der nur ca 6% der Substanz in den Blutkreislauf gelangen, würden also rein theoretisch 0,12mg THC in den Blutkreislauf gelangen.

0,12mg THC würden niemals im Leben ausreichen, bei einem erwachsenen Menschen einen Rauschzustand, geschweige denn gesundheitliche Schäden hervorzurufen, könnte aber für einen positiven Schnelltest reichen. Man müsste dazu außerdem jeden Tag ein ganzes Fläschen davon leeren.

Rechenbeispiel 2 mit CBD Blüten:

10 Gramm (!!) CBD Blüten mit <0,2% THC enthalten weniger als 2mg THC.
10g * 0,002 = 0,02g

10 Gramm CBD Blüten enthalten also im schlechtesten Fall 2 Milligramm reines THC, wovon bei einer angenommenen Rauchinhalation ca 20% in den Blutkreislauf gelangen können. Es können also theoretisch 0,4mg THC in den Blutkreislauf gelangen.

0,4mg THC würden niemals ausreichen, bei einem erwachsenen Menschen einen Rauschzustand hervorzurufen, könnten aber für einen positiven Schnelltest reichen. Man müsste dazu außerdem 10 Gramm CBD Blüten rauchen. AM TAG!